Medica

searching

Heilsame Momente im Kloster Fahr   

06.06.2014

Im wiederkehrenden Rhythmus von Gebet, Arbeit und Erholung verbrachten am 5. Juni AKF-Frauen einen Tag im Kloster Fahr. Sie erfuhren dabei die heilsamen Momente der Stille, der Ruhe und im Tun als Geschenk.

Fahr
FahrFahrFahrFahrFahrFahrFahrFahrFahrFahrFahrFahrFahrFahrFahrFahrFahrFahrFahrFahrFahrFahrFahrFahrFahrFahrFahrFahrFahrFahrFahrFahrFahrFahrFahrFahrFahrFahrFahrFahrFahrFahrFahr

Es war ein strahlender, warmer Tag, wie geschaffen für eine Auszeit im Kloster, um der Hektik, dem Lärm und dem Tempo im Alltag für ein paar Stunden zu entfliehen. 47 Frauen (aus Platzgründen konnten leider nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden) trafen am Morgen in Fahr ein, um im Rhythmus des Klosteralltags Ruhe und heilsame Momente zu erfahren. Priorin Irène begrüsste die Frauen in der St. Anna-Kapelle und führte sie mit einer Meditation in den kommenden Tag hinein. „Die wichtigste Stunde ist die Gegenwart“ sagte einmal Meister Eckart und auch in der Bibel findet man Worte, die uns auffordern, mit unseren Gedanken und unserem Tun im Hier und Jetzt zu sein: „ Wenn du stehst, dann stehe. Wenn du gehst, dann gehe…“ 

Eine Regel der Benediktinischen Spiritualität heisst: „Müssigkeit ist der Seele Feind. Deshalb sollen die Brüder zu bestimmten Stunden mit Handarbeit, zu bestimmten Stunden mit heiliger Lesung beschäftigt sein. Hört man aber das Zeichen zum Gottesdienst, lege man sofort alles aus der Hand und komme in grösster Eile herbei…“ Unsere Frauen machten sich also an die Arbeit. Im Hausdienst wurden unter der Leitung von Priorin Irène Fenster geputzt, Staub gesaugt und Lavabos gereinigt. Sr. Martina erhielt Hilfe beim Rüsten in der Küche und beim Tischen. Sr. Christa gestaltete mit ein paar Frauen die wunderschönen Blumengestecke für die Mittagstische. Für den Klosterladen wurden bei Sr. Fidelis Guetzli, Meringues und Tee abgepackt. Und bei Sr. Beatrice und Sr. Monika wartete Arbeit im Garten: Erdbeeren Pflücken, Pfefferminze schneiden, Kamille ernten und Beete hacken. Anschliessend beteten wieder alle gemeinsam in der Kirche die Mittagshore. 

Das Mittagessen im Refektorium assen die Frauen schweigend und hörten dazu die Tischlesung aus dem Buch Evangelii Gaudium von Papst Franziskus. Nach einer kurzen Pause trafen sich die Teilnehmerinnen in Workshops zu einer weiteren Arbeitseinheit. Vom Keller her stieg einem bald der feine Duft von würzigem Kräuter Pesto entgegen. In der Küche wurde Kräutersalbe hergestellt, im Obergeschoss Lavendelsträusschen geflochten und in der Schreibwerkstatt Psalmen geschrieben. Um 15.00 Uhr war Zeit für Kaffee und Kuchen und auch, um sich über das Erlebte auszutauschen. Mit der Vesper in der Kirche schlossen die Frauen den Tag ab, immer noch mit dem Gedanken der Mönche im Kopf: „ Die Zeit ist wertvoll, aber nicht knapp.“.

Text / Fotos: Martha Liechti