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«Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit» – 18. AKF-Frauenpreis geht an verein netzwerk asyl aargau   

10.11.2014

Am Sonntag wurde in der katholischen Kirche Suhr der Frauenpreis zum 18. Mal verliehen.

Preisverleihung 2014
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Er wurde dem verein netzwerk asyl aargau übergeben, weil er bemerkenswerte Freiwilligenarbeit leistet und mit seinem Engagement die Vernetzung zwischen den Verantwortlichen im Asyl- und Flüchtlingsbereich fördert.

Rita Wismann-Baratto, Pfarreileiterin in Suhr und Präsidentin der Kommission AKF-Sanitasfonds wertete den Preis als «Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit», denn der verein netzwerk asyl aargau baue Brücken von Mensch zu Mensch. «Er hat Brücken gebaut zwischen Getrenntem, zwischen Menschen, die sich fremd sind wegen der Sprache, der Kultur, ihrem anderen Wesen, der unterschiedlichen Religion.» Wismann wies in ihrer Laudatio darauf hin, dass weltweit 50 Millionen Menschen auf der Flucht seien und dass viele, viel zu viele auf diesem Weg sterben. 10 Prozent dieser Menschen kämen nach Europa und in der Schweiz lebten 40‘000 anerkannte Flüchtlinge. Oft warteten Asylbewerber aber jahrelang auf einen Bescheid. Der verein netzwerk asyl aargau setze sich seit bald 10 Jahren für die Anliegen und Schwierigkeiten der Asylsuchenden und Flüchtlinge während ihrer Anwesenheit im Kanton Aargau ein. Er schenke ihrer Situation die nötige Aufmerksamkeit und biete hilfreiche Unterstützung.

So betreibt der Verein unter anderem regionale Treffpunkte, sogenannte Contacts, im katholischen Pfarrhaus Aarau, aber auch in Muri, Nussbaumen, Rheinfelden und Zofingen. Contact Sport Aarau fördert die sportliche Tätigkeit von Asylsuchenden und Flüchtlingen. Und das Projekt bbb - Asyl mit Bildung Begegnung Beschäftigung, verhilft Flüchtlingen, die in der Schweiz untergebracht sind, mit niederschwelligen Veranstaltungen zu einem Einblick in die schweizerische Welt und zu Begegnungen mit der Bevölkerung.

Rita Wismann-Baratto dankte dem verein netzwerk asyl aargau für das Wagnis, Brücken zu bauen und ein Netzwerk zu schaffen, «das hält und auffängt, das Vertrauen und Sicherheit schenkt.»

 

Notwendig, da die Not wendend

Regierungsrätin Susanne Hochuli zeigte sich erfreut über die Auszeichnung des vereins netzwerk asyl aargau. Die Gespräche ihres Departements Gesundheit und Soziales mit dem Verein seien manchmal fordernd und konfrontativ – sie werde konfrontiert mit Anliegen, Forderungen und Wünschen, denen sie nicht immer entsprechen könne. Der Verein sei aber notwendig, da not-wendend!

«Es ist besser, ein kleines Licht zu entzünden, als über die Dunkelheit zu jammern.» Mit diesem Zitat leitete die Co-Präsidentin des AKF, Vroni Peterhans-Suter, ihre Rede ein. Für jedes ihrer Lichtsprichwörter wurde in der Kirche eine Kerze entzündet. Sie zeigte auch die Geschichte des AKF-Frauenpreises auf: er ist eine Auszeichnung zur Förderung und Unterstützung gemeinnütziger Institutionen oder Einzelpersonen, die sich für das Wohl von Frauen und Kindern einsetzen. Die Preissumme von 20‘000 Franken entstammt dem AKF-Sanitasfonds, der nach dem Verkauf des Lungensanatoriums Sanitas in Davos – 1916 mitbegründet durch den Aargauischen Katholischen Frauenbund – angelegt worden ist.

Carmen Suter-Frey, Gemeinderätin von Suhr, machte auf den Ausländeranteil von 33 Prozent mit 84 Nationen in der elftgrössten Aargauer Gemeinde aufmerksam und die Wichtigkeit der Arbeit des vereins netzwerk asyl. Ohne die Hilfe Freiwilliger wären ganz viele Hilfestellungen und Angebote gar nicht mehr möglich, selbst wenn die Gemeinde Spielgruppen, einen Spielplatz, Sprachhilfe, familienergänzende Tagesstrukturen, integrationsfördernde Quartierentwicklung, Familienhilfe etc. auch für Asylsuchende betreibe.

Patrizia Bertschi, Präsidentin des vereins netzwerk asyl aargau, nahm die Gratulationen und den Preis sowie die Urkunde entgegen. Sie dankte für die Anerkennung und die Wertschätzung der Arbeit des Vereins, die dieser nun auch in klingender Münze gut gebrauchen könne. Sie gab den Dank allen freiwillig Engagierten weiter, den Deutschlehrerinnen, denen, die bei der Wohnungssuche helfen, den Übersetzern, den Kinderbetreuerinnen und auch der Geschäftsstellenleiterin Franka Hirt, die mit ihrem fundierten Fachwissen den Verein wertvoll unterstützt.

Die Feier wurde farbenfroh umrahmt mit Musik des multinationalen Chors Njoy2sing aus Muri.

Text: Anita Panzer, Kommunikation Pastoralraum Aarau

Foto: Lilo Veraguth

Bericht aus der AZ vom 10.11.2014

Bericht aus der AZ vom 11.11.2014 zu Patrizia Bertschi


Römisch-Katholische Kirche im Aargau