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„Der AKF-Frauenpreis 2018 geht an Simone Maurer aus Baden Rütihof“   

26.10.2018

Am Donnerstag, den 25. Oktober 2018 wurde Simone Maurer, Gründerin des Projektes „Mini Decki“, der diesjährige AKF-Frauenpreis in Höhe von 20.000.- Franken in feierlichem Rahmen im Remise Theater in Baden Rütihof überreicht. Musikalische Umrahmung fand die Feier durch das Duo „Acoustic Affair“

Eine strahlende Frauenpreis-Trägerin
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Mit einem strahlenden Lächeln nahm die Preisträgerin ihre Ehrung entgegen. Pia Viel, Präsidentin des AKF, begrüsste zu Beginn die vielen Besucher und Besucherinnen, unter anderem auch Stadträtin Regula Dell’Anno-Doppler und Grossrätin u. Präsidentin CVP-Frauen Kanton Aargau Sabine Sutter-Suter,  die mit ihrer Anwesenheit bei dieser feierlichen Preisübergabe das Projekt und die Arbeit von Simone Maurer würdigten und gab einen Einblick in die Entstehungsgeschichte des Sanitasfonds, aus dem nun zum 22. Mal der jährliche Frauenpreis bestritten wird.

Eine Decke für Simone Maurer

Die anschliessende Laudatio für die Preisträgerin durch Vroni Peterhans, Präsidentin der Frauenpreiskommission des AKF, thematisierte die Entstehungsgeschichte des Projektes „Mini Decki“ und machte anhand einer Patchworkdecke, die Simone Maurer später überreicht wurde, deutlich, welche Motivation und welcher unermüdliche Einsatz der Projektgründerin hier zugrunde liegt. Diese Decke, zusammengesetzt aus vielen Teilen, die von den Frauen der AKF-Frauenpreiskommission und des AKF-Vorstandes zusammengetragen wurden, sollen Simone stets an die vielen Elemente erinnern, die dieses Projekt zustande kommen liessen und die letztendlich auch zu dieser Preisverleihung geführt haben.

 Aus „Mini Decki“ wird „Dini Decki“

Simone Maurer, Mutter von 3 Kindern, sagt über sich selber, sie sei von ganzem Herzen Mutter und das Projekt bezeichnet sie als ihr 4. Kind. Die Warmherzigkeit, mit der sie im vorgängigen persönlichen Gespräch von der Entstehung und Entwicklung ihres Projektes erzählt, macht deutlich, dass sie mit ganzem Herzen dabei ist. Dieses ist ganz sicher auch für die vielen Flüchtlingskinder, die sich mittlerweile an einer der ganz individuell gestalteten Decken erfreuen konnten, spürbar.

Begonnen hat alles ursprünglich auf privater Basis, als Simone auf der Suche nach einem persönlichen und individuellen Geschenk auf die Idee kam, aus noch gut erhaltener und schöner Bettwäsche eine ganz persönliche Decke zu nähen – eine Decke, die wärmt – eine Decke, die schützt – eine Decke, die Geborgenheit schenkt – eine Decke, die tröstet. Auf eine Decke folgten dann noch mehr. Mit einem Aufnäher versehen, der einen Stern und den Schriftzug „Mini Wält“ trug, luden die Decken die Beschenkten zum Einkuscheln und Träumen ein.

Als dann immer mehr Flüchtlinge in die Schweiz kamen, unter ihnen auch viele traumatisierte Kinder, entstand dann immer mehr die Idee, diesen Kindern eine solche persönliche Decke zu schenken. Diese Decken sollen den Kindern etwas Schutz und Geborgenheit, Nestwärme  und die Möglichkeit zum Träumen in ihre Welt bringen, in der ihr Leben bisher ansonsten so sehr durchgeschüttelt wurde. Der Stern als Label ist geblieben, der Schriftzug hat sich aus „Mini Wält“ in „Mini Decki“ gewandelt. Und so ist auch heute noch, nach 4 Jahren, jede genähte Decke ein ganz persönliches Geschenk an die Flüchtlingskinder. Jede ist etwas anders und doch ist es als verbindendes Element wichtig, dass bei den 3 verschiedenen Grössen, jeweils das gleiche Format zugrunde liegt und alle das gleiche sichtbare Label tragen. So wird jedes mal, wenn einem Kind eine Decke übergeben werden kann, aus „Mini Decki“ „Dini Decki“. Bislang wurden seit Beginn des Projekts im Dezember 2014 ca. 18.000 Decken an Flüchtlingskinder verteilt, vor allem in den kantonalen Bundesasylzentren der ganzen Schweiz. Mittlerweile muss Simone Maurer diese nicht mehr in ihrem Wohnzimmer stapeln, sondern konnte für die Logistik einen Raum der Gemeinde anmieten. In ihren Eltern und ihren Kolleginnen Brigitte Bertschinger und Claudia Schmid sowie vielen nähenden Frauen aus der ganzen Schweiz hat sie fleissige helfende Hände gefunden. Erwähnenswert ist auch die Tatsache, dass dieses Projekt viele Nachahmer auch in den Nachbarländern gefunden hat. So wurde es in Österreich und in vielen Bundesländern Deutschlands, ebenfalls unter gleichem Namen und Label, aufgegleist und weitergeführt.

Simone Maurers Motto: „Solange es Flüchtlingskinder gibt, solange verteile ich Decken!“

Marion Schading, AKF-Frauenpreis-Kommission



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