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PfeFFeroni - Informations- und Diskussionsveranstaltung   

01.12.2015

AKF-Frauen haben Lichtzeichen für Flüchtlinge gesetzt

Aus Bremgarten:
Die Stimmung war gestern besonders schön. Hier in Bremgarten beim Hexenturm trafen sich etwa 12 Personen, darunter auch Pfarrerin und Pfarrer der ref. Kirche und die Sozialarbeiterin/Diakonin des Asylzentrums und eine Journalistin des Wohler Anzeigers zum besinnlichen Abend. Wir haben unseren Platz und das Ufer mit Kerzen und Laternen geschmückt. Nach ein paar Worten und einem Segensgebet setzten wir unsere Kerzen in die Reuss. Die Strömung liess es aber nicht zu, dass die Kerzen treiben konnten - sie sind immer wieder gestrandet. Marie-Eve nahm die AKF-Kerze und unsere guten Gedanken für die Flüchtlinge gerne entgegen. Die Kerze wird im Gebetsraum im Asylzentrum aufgestellt. In Grüppchen wurde geredet miteinander und langsam machten wir uns wieder auf den Heimweg. Ich finde, es war guter Anlass. Klar hätte ich mir noch einige Personen mehr aus Bremgarten selber erhofft, vielleicht auch vom Ortsverein. Doch es ist gut so, wie es war.
HB

Auch aus Curitiba-Brasilien:
Gestern Abend waren wir im Praça Japão und haben unsere brennenden Schwimmkerzen dem Wasser übergeben. Wir hoffen, dass unser Licht die Wünsche der Flüchtlinge irgendwann ein bisschen "erfüllen" kann.
RR

Aus Wildegg:
Liebe Frauen, heute Abend trafen sich fünf Personen in Wildegg an der Aare um ein Zeichen der Hoffnung zu setzen. Begleitet von einem schönen Sternenhimmel, mit einer kleinen Besinnung, setzten wir unsere Lichter auf das Wasser. Anschliessend begleiteten wir die wandernden Kerzen noch ein Stück weit der Aare entlang, bis sie in der Dunkelheit verschwanden.
WB

Aus Brugg:
Bei uns in Brugg beim Mülimatt-Brüggli trafen sich ein paar Frauen. Die Stimmung war gut. Unser kurzer Zwischenhalt im Gedenken der Menschen, die unfreiwillig unterwegs sein war stimmig.
Trotz dem Vielen, was man sonst noch sollte und könnte – war es ein wertvolles Zeichen.

Auch von Einzelpersonen haben wir Rückmeldungen erhalten. Kleine und grössere Aktionen haben etwas Licht gebracht. Unsere Gedanken sind bei den Flüchtlingen.

viele Lichter

Für diese 2 Geschichten von Willi Hoffsümmers habe ich die persönliche Erlaubnis von Pater Adalbert Ludwig Balling. Er ist Missionar und Schriftsteller und wohnt im Mariannhill in Reimingen/Deutschland. Es seien gemeinsame Worte und er freue sich, wenn diese gelesen werden.

 EIN EINZIGES LICHT DURCHBRICHT ALLE DUNKELHEIT

Eine Kerze spricht: jetzt habt ihr mich angezündet und schaut in mein Licht. Ihr freut euch an meiner Helligkeit, an der Wärme, die ich spende. Und ich freue mich, dass ich brennen darf. Denn dadurch, dass ich brenne, bekomme ich Sinn. Warum soll ich weiter in dem alten Karton herumliegen? Aber ich weiss es nur zu gut – je länger ich brenne, umso kürzer werde ich, und am Ende werde ich einmal abgebrannt sein und weggeworfen werden….

Und doch finde ich es schöner und sinnvoller, etwas hergeben zu dürfen, Licht und Wärme zu schenken, als kalt zu bleiben. So ist es ja auch mit euch Menschen!: wenn ihr für euch alleine lebt, bleibt es kalt und leer um euch herum; schenkt ihr aber Wärme und Liebe, erhält euer Leben Sinn. Nur wer sich verschenkt, wird reicher. Nur wer andere froh macht, wird froher. Je mehr ihr für andere brennt mit eurem Lachen und eurer Herzlichkeit, umso heller wird es in euch selbst.

Alle, die da klagen und jammern über die dunklen Zeiten, haben immer noch nicht begriffen, dass es um sie deshalb düster bleibt, weil sie anderen kein Licht bringen. Darum: Lasst euch ein wenig Mut machen von einer kleinen Kerze!

 DIE HEILIGE FLAMME

 Ein Pilger hatte aus Bethlehem das Licht des Friedens mitgebracht. Seine ganze Sorge war, dieses Licht in seiner Laterne unbeschadet bis nach Hause zu tragen. Unterwegs traf er auf einen, der erbärmlich fror und ihn um Feuer bat.

Der Pilger war verunsichert; Seine heilige Flamme für so etwas Banales? Aber dann gab er sich einen Ruck und zündete den Holzscheit an.

Auf seinem weiteren Weg geriet er in einen schweren Sturm. So sehr er sein Licht schützte, der Wind löschte es aus.

Stumm vor Enttäuschung steht der Pilger nun da. Da erinnert er sich an den anderen, dem er von seinem Licht abgegeben hatte. Den weiten Weg zurück nach Bethlehem hätte er nicht mehr geschafft. Aber zu dem anderen zurück, dem er geholfen hatte, konnte er zurück. 



Römisch-Katholische Kirche im Aargau